Aus aller Welt - 22. Juli 2012 |

Staatssekretär a.D. Frerich Görts, Vertreter der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gegenüber der Europäischen Union und Sprecher der Kirche in Deutschland.© 2012 Intellectual Reserve, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Frerich Görts, Staatssekretär a.D. in Deutschland und derzeit Vertreter der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gegenüber der Europäischen Union, hat an der Vorstellung der Globalen Charta der Gewissensfreiheit teilgenommen. Mit dem Dokument wird Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bekräftigt und unterstützt. Die Veranstaltung, zu der die finnische Europaabgeordnete Sari Essayah eingeladen hatte, fand am 21. Juni 2012 im Europaparlament in Brüssel statt.
Hauptredner waren Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für Religions- und Weltanschauungsfragen, Dr. Os Guinness, Soziologe, Sozialkritiker, Initiator und Verfasser der Charta, sowie Prof. Dr. Thomas Schirrmacher, Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit und Professor für Religionssoziologie.
„Das ist ein machtvolles Dokument. Sein Potenzial, zu tatkräftigem Engagement anzuregen und ganz allgemein zu einem besseren Verständnis der Menschenrechte beizutragen, ist gewaltig“, meinte Bielefeldt.
Görts, der später noch Gelegenheit hatte, sich mit Schirrmacher über Fragen der Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit zu unterhalten, sagte: „Es reicht nicht, das Tagesgeschehen zu beobachten und mit Bedauern zur Kenntnis zu nehmen, dass die Religions-, Gewissens- und Glaubensfreiheit immer mehr eingeschränkt und mit Füßen getreten wird. Der Staat, aber auch einzelne Gruppen und der einzelne Mensch müssen es als ihre Pflicht und als ein Vorrecht ansehen, für die Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit einzutreten. Dieses Anliegen wird mit der Charta verfolgt.“
Verfasst und veröffentlicht wurde die Globale Charta der Gewissensfreiheit von Anhängern etlicher Glaubensrichtungen (oder gar keiner), Politikern jeglicher Couleur, Akademikern und nichtstaatlichen Einrichtungen, die sich der „Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit“ für alle Menschen verschrieben haben. Wie der Website für die Charta zu entnehmen ist, wird mit dem Dokument „die Pflege des Anstands und die Schaffung eines zivilisierten öffentlichen Raums verlangt, der jedem die größtmögliche Freiheit bietet. [Es] vermittelt eine Vorstellung davon und gibt den Rahmen vor, wie … die gegenwärtigen Probleme auf eine konstruktive, keinerlei Rechte verletzende Weise behandelt und gelöst werden können.“
Weitere Quellen:
Die offizielle Website für die Charta: charterofconscience.org
Artikel vom 3.Jänner 2012 im Nachrichtenteil über Toleranz und Religionsfreiheit
http://www.hlt.at/nachrichten/artikelansicht/archive/2012/januar/article/apostel-der-mormonen-ruft-zu-toleranz-und-umsicht-beim-eintreten-fuer-die-religionsfreiheit-auf.html