Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
Aus aller Welt - 31. Juli 2012

 

175 Jahre Mormonen in England

Mormonen aus ganz Großbritannien bei der 175-Jahr-Feier.© 2012 Intellectual Reserve, Inc. Alle Rechte

Die englische Stadt Preston spielt eine wesentliche Rolle in der europäischen Geschichte der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Hier wurden im Fluß Ribble am 30. Juli 1837 die ersten Taufen der Kirche in Europa vollzogen. © 2012 Intellectual Reserve, Inc. Alle Rechte vorbehalten.

Eine Gedenktafel im Avenham Park nahe der Innenstadt Prestons erinnert an die ersten Taufen der Kirche in Europa. © 2012 Intellectual Reserve, Inc. Alle Rechte vorbehalten.

Die Mormonen in England feiern, daß die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage seit 175 Jahren in ihrem Land vertreten ist. Die Anfänge der Kirche in England stellen auch den Beginn der Geschichte der Mormonen in Europa dar.

Anlässlich des der Feierlichkeiten hat die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in England zwei kurze Videodokumentationen auf YouTube veröffentlicht. Ein Opens external link in new windowVideo erzählt die Geschichte der Ankunft der ersten Missionare in England:

Der zweite Opens external link in new windowFilm berichtet über die ersten Taufen in Europa:

Am Samstag, den 7. Juli 2012, versammelten sich über 1.000 Mormonen aus ganz Großbritannien mit ihren Gästen im Avenham Park in Preston, Lancashire, um an das historische Ereignis zu erinnern.

Bei einem abendlichen Konzert sang ein Chor Bearbeitungen traditioneller christlicher Kirchenlieder. Auch die Anwesenden sangen, und es gab Lesungen aus den Tagebüchern von Missionaren aus dem 19. Jahrhundert.

1837 setzte ein Schiff mit sieben Missionaren der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage an Bord die Segel. Das Ziel: England. Am 19. Juli kamen sie am Prince’s Dock in Liverpool an. Unter ihnen befanden sich zwei Apostel der Kirche: Heber C. Kimball und Orson Hyde. Schon bald gelangten sie nach Preston, wo auf dem Marktplatz ein reges Treiben herrschte.

Die erste Missionarsgruppe traf auf eine Bevölkerung, die sich in gespannter Erwartung befand. Königin Viktoria war soeben erst gekrönt worden und es hatten Parlamentswahlen stattgefunden. So war man einer "neuen und aufgeklärten" Kirche gegenüber besonders aufgeschlossen.

Infolge der Bekehrungen in Lancashire im Jahre 1837 wurde Preston zur Heimat der weltweit ältesten immer noch bestehenden Gemeinde der Kirche. Im Rahmen der Feierlichkeiten in Preston wurden die ersten Taufen noch einmal nachgestellt. Sie hatten einst in dem Fluß Ribble stattgefunden, und zwar so, wie es im Neuen Testament vorgegeben ist, nämlich durch vollständiges Untertauchen.

Bis 1870 hatten sich 100.000 Einwohner der Britischen Inseln der Kirche angeschlossen. Ein Großteil davon wanderte aus und bildete den Kern der Pioniere, die in einem großen Zug den Westen Amerikas erschlossen.

Heute hat die Kirche weltweit über 14,4 Millionen Mitglieder und in Großbritannien allein 188.000.

Stephen C. Kerr,  ein Kirchenführer in Großbritannien, sagte bei der Jubiläumsfeier:

"Was die Missionare 1837 verkündet haben, verkünden auch die Missionare 2012. Sie verkünden, daß Gott in einem Wäldchen Joseph Smith erschienen ist, daß dieser danach Besuch von Engeln erhielt und daß er das Buch Mormon übersetzte, das Wort Gottes. Wir legen auch heute von Jesus Christus Zeugnis ab. Wir halten uns nicht für etwas Besseres. Wir sagen nur, daß wir etwas entdeckt haben, was noch großartiger ist als das, was schon da war, und das macht unser Leben bunter und sinnvoller. Unsere größte und einzige Hoffnung ist, daß wir Jesus wirklich nachfolgen. Und damit spreche ich an diesem Jahrestag hier am Ufer des Flusses Ribble für Sie alle. Vor 175 Jahren kamen die ersten Missionare nach England und erklärten: Wir halten an dem fest, was wir als wahr erkannt haben."