Von Mensch zu Mensch - 19. Dezember 2010 |

In Firladeni, Republik Moldau, wird ein Wasserkessel aufgestellt

Dank der gespendeten Rollstühle geht es denen besser, die sich sonst keinen leisten könnten
Für Menschen in Not ganz wichtige Dinge wie Rollstühle, Trinkwasser, frische Farbe, Schulbücher und -tische und sogar Brennholz standen bei einer Tagung, die acht Missionarsehepaare im humanitären Dienst am 18./19. November 2010 in Friedrichsdorf abhielten, ganz oben auf der Themenliste. Die Ehepaare dienen in Europa freiwillig für etwa 18 Monate. Sie erläuterten einander die Hilfs- und Entwicklungsprojekte, die in ihrem Zuständigkeitsbereich in der Mitte Europas Menschen aller Glaubensrichtungen zugutekommen.
Auf der ganzen Welt leistet die Kirche humanitäre Hilfe. Sie versorgt Bedürftige in 165 Ländern. Allein die Maßnahmen in Europa erreichten bis Ende November einen Gegenwert von über 1 Million Euro. Der Präsident der Kirche, Thomas S. Monson, hat erklärt: „Wir sind eine weltweite Kirche, unsere Botschaft richtet sich an die ganze Welt, und unsere Programme gelten überall. Es ist unser größtes Anliegen, anderen zu helfen, sie zu erbauen und zu stärken.“
Mit ihren in jahrelanger Mitarbeit in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage erworbenen Fertigkeiten und Erfahrungen konnten die Missionarsehepaare schon vielerorts helfen. Scharen von Menschen haben davon in den Bereichen Bildung, Landwirtschaft, Berufstätigkeit, Gesundheit und Medizin profitiert. Zumeist leben die Paare auch unter den Menschen, denen sie dienen. Sie bemühen sich jeden Tag, der Ermahnung des Erlösers nachzukommen, die Hungrigen zu speisen, den Durstigen zu trinken zu geben, die Obdachlosen aufzunehmen, die Nackten zu kleiden und die Kranken und Gefangenen zu besuchen; denn viele Menschen sind in ihrer Armut regelrecht gefangen.
Da es in jeder Gesellschaft Bedürftige gibt, versucht die Kirche dann zu helfen, wenn der Einzelne oder eine Familie nicht imstande ist, sich mit dem Nötigsten selbst zu versorgen. Die humanitäre Hilfe ist darauf ausgelegt, dass man durch Arbeit und Unabhängigkeit eigenständig wird.
Im Laufe der Tagung wurde über mehrere Projekte berichtet:
Zwei Tage lang tauschten die Tagungsteilnehmer Ideen aus und ließen sich von ihrem Direktor, John Mulligan, gute Ratschläge geben: „Wenn wir dem Erlöser nachfolgen und uns beraten, verbindet uns Freundschaft (Psalm 55:15); wir leiten andere an, machen ihnen Mut, geben ihnen Zuspruch und nehmen uns ihrer Sorgen und Nöte an.“
Elder Blaine Colton, der die Tagung organisiert hatte, sagte: „Wir haben dazugelernt und sind durch unsere Zusammenkunft inspiriert, aufgebaut und gestärkt worden. Zweifellos haben in diesem Teil der Welt nun einige Menschen ein besseres Leben, weil sich diese guten Leute hier so unermüdlich einsetzen.“